Wer soll das zahlen? – Bregenzer Hallenbad kostet 12 Millionen Euro mehr



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Für den Bau des neuen Hallenbads und die Sanierung des Strandbads müssen die Bregenzer tiefer in die Tasche greifen. Bürgermeister Michael Ritsch wünscht sich mehr Unterstützung vom Land, denn 60 Prozent der Besucher kommen aus anderen Gemeinden.

Alles ist teurer geworden – das spürt auch der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch. „Vor drei Jahren lag die Kostenschätzung für das Gesamtprojekt – also neues Hallenbad mit Sauna und Sanierung des Freibads – bei 72 Millionen Euro“, berichtet er. Inzwischen würden sich die Kosten für das Hallenbad auf 70 Millionen Euro belaufen. Die Sanierung des angrenzenden Strandbads wird weitere 14 Millionen Euro verschlingen. In Summe kostet das Gesamtprojekt statt 72 satte 84 Millionen Euro.Höhere Kosten für Material, Personal & Co. Der Grund dafür: „Es gibt Indexanpassungen. Die Baukosten sind gestiegen. Es sind höhere Löhne zu zahlen, das Material ist teurer geworden“, erklärt das rote Stadtoberhaupt. Ein Problem, das er schon von der Sanierung des Festspielhauses kennt. Dafür waren einst 60 Millionen Euro veranschlagt, nun werden für den Endausbau knapp 79 Millionen zu berappen sein.Einen Unterschied zum Hallenbad allerdings gibt es: Die Kosten für die Festspielhaussanierung stemmen Bund (45 Prozent), Land (30 Prozent) und Bregenz mit den umliegenden Gemeinden (jeweils 12,5 Prozent) gemeinsam. „Und hier gibt es bereits die Zusage, dass sich alle an den gut 18 Millionen Euro Mehrkosten beteiligen“, ergänzt Ritsch.Ritsch wünscht sich mehr Unterstützung vom Land Anders sieht es beim Hallenbad aus. Hier hätte es Altbürgermeister Markus Linhart verabsäumt, die Anrainergemeinden ins Boot zu holen. Zudem weigere sich Landeshauptmann Markus Wallner noch, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. „Es gibt eine Zusage, dass das Land 20 Prozent übernimmt – allerdings nur von den ursprünglich veranschlagten 72 Millionen Euro“, erläutert Ritsch.In Anbetracht der Tatsache, dass 60 Prozent der Hallenbadbesucher nicht aus Bregenz kommen, sei eine Beteiligung des Landes an den Mehrkosten durchaus angemessen.

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