Vier Tote bei Verkehrsunfall mit Migranten in Kroatien


In Kroatien sind am Donnerstag vier Menschen, darunter Migranten, auf der Flucht vor der Polizei bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Fünf weitere Insassen des Pkw wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt, berichteten kroatische Medien. Nach Angaben der Polizei prallte das Auto gegen eine Mauer. Unter den Todesopfern ist Berichten zufolge auch ein Minderjähriger.

Der Unfall ereignete sich gegen 7.00 Uhr in der Nähe der Stadt Sinj im Hinterland Dalmatiens. Der Lenker des Wagens mit ausländischem Kennzeichen hat sich laut Behörden zuvor einer Polizeikontrolle entzogen. Nach wenigen Kilometern Flucht fuhr der Fahrer mit großer Geschwindigkeit in eine Kreuzung, verlor die Kontrolle und prallte gegen eine Mauer. Zunächst war unklar, ob der Lenker auch unter den Todesopfern war.

Die fünf verletzten Insassen wurden in das Spital nach Split gebracht. Vier davon, darunter ein Kind, erlitten lebensgefährliche Verletzungen, hieß es. Die Nationalität der Migranten wurde zunächst noch ermittelt. Die Behörden bestätigten unterdessen, dass sie nach einem weiteren Schlepper-Auto fahnden.

Kroatien, das seit Jahresanfang Mitglied des Schengen-Raums ist, liegt an der sogenannten Westbalkan-Route, über die Geflüchtete in die EU zu gelangen versuchen. Die Stadt Sinj ist etwa 30 Kilometer von der Grenze zu Bosnien-Herzegowina entfernt.

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