Talente aus den 17 Polys zeigen im Europark ihr Können



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Am 16. Landeswettbewerb der polytechnischen Schulen nahmen am Donnerstag 115 Schülerinnen und Schüler aus allen Bezirken teil und zeigten was sie können. Gekürt wurden die Sieger in acht Fachbereichen – von Bautechnik über Elektrotechnik, Holztechnik, Metalltechnik und Malerei bis zu Handel & Büro, Tourismus sowie Gesundheit, Schönheit & Soziales.

Monika und Christina von der Polytechnischen Schule (PTS) Mittersill schminken gerade ihre Klassenkameradin Leonie. Sebastian von der PTS Saalfelden mauert an seinem Kamin und Lukas von der PTS Salzburg verpasst dem Deckel seiner Holzkassette im wahrsten Sinne des Wortes den letzten Feinschliff. Insgesamt vier Stunden bleiben für die Fertigstellung der Werkstücke Zeit. Die Spannung ist bei allen spürbar, geht es doch um den Landessieg für die eigene Schule. Alle eint der Stolz, ihr Können vor Publikum anhand von konkreten Arbeitsaufträgen zu zeigen.
Das Land Salzburg unterstützt den Wettbewerb mit 3000 Euro. Die Polytechnischen Schulen (PTS) würden einen Beitrag zur praxisnahen Ausbildung im Bundesland leisten, betont Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP). “Die zur Tradition gewordene öffentliche Leistungsschau ist die ideale Möglichkeit, um sich von der hohen Qualität der vermittelten handwerklichen Fertigkeiten zu überzeugen.” Diese seien in der Berufswelt aktuell besonders gefragt und seien die Basis für die weitere Berufsausbildung der Schülerinnen und Schüler.

Freundschaftlicher Wettstreit

Jede der landesweit 17 PTS ist in jedem Fachbereich vertreten. Ein großer Teil des Erdgeschoßes des Europarks ist in acht Arbeitsflächen untergliedert, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Sichtkontakt gemeinsam den freundschaftlichen Wettstreit begehen. Die Motivation ist hoch, da die jeweiligen Sieger zusätzlich für den Bundeswettbewerb qualifiziert sind.

Im Fachbereich Tourismus durchlaufen Teams drei Aufgabenbereiche: Kochen pikant, Kochen süß und Service. Bewertet werden neben der Zubereitung von Wraps und Kaiserschmarrn auch das Gedeck, der Blumenschmuck und die Serviettentechnik.

Ausschließlich Burschen mauern in der Kategorie Bau jeweils allein einen rund einen Meter hohen Kamin, im Bereich Holz gilt es – hier sind auch einige Mädchen mit am Werk – eine Kassette mit Deckel zu erstellen. Dabei werden viele Grundfertigkeiten der Holzbearbeitung verlangt, vom Anreißen über das Sägen und Stemmen bis hin zum Feilen.

Wettbewerb als Vorzeigemodell

Elisabeth Saller von der PTS Bischofshofen, die als Leiterin der ARGE der Direktorinnen und Direktorin hauptverantwortlich für die Organisation ist, betont: “Es ist eine Freude zu sehen, wenn die Schülerinnen und Schüler ihr Können in die Praxis umsetzen. Die zusätzliche Möglichkeit, das so öffentlichkeitswirksam machen zu können, ist österreichweit einzigartig und weckt bereits über die Landesgrenzen Interesse.”

Die Polys bieten außer einer grundlegenden Allgemeinbildung mit vernetztem Denken und Handeln eine umfassende Berufsorientierung. Eine fundierte Berufsbildung sei der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft, betont Saller. Die PTS arbeite eng mit der Wirtschaft zusammen und ermögliche berufspraktische Erfahrungen.

Alle Sieger im Überblick:

Elektro: Nino Dankl, PTS Mittersill
Metall: Andreas Hollaus, PTS Mittersill
Holz: Magdalena Kammerlander, PTS Zell am See
Bau: Tobias Klausner, PTS Zell am See
Malerei: David Eder, PTS Zell am See
Handel und Büro: Emily Pichler, PTS Abtenau
Tourismus: Theresa Eisl und Vanessa Matic, PTS Strobl
Gesundheit, Schönheit, Soziales: Marie Vrdoljak, Tjörven Schosser und Masoma Ghafoori, PTS Taxenbach

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