Slowenische Großbank NLB möchte Addiko Bank übernehmen


NLB gab am späten Mittwochabend die Absicht bekannt, ein freiwilliges Übernahmeangebot für die Addiko zu unterbreiten. Sie bietet 20 Euro pro Aktie an, um eine “bedeutende Mehrheitsbeteiligung” an Addiko zu erwerben, hieß es in einer Mitteilung der Webseite der Laibacher Börse.

Die NLB ist an der Addiko Bank bisher nicht beteiligt gewesen. Die Übernahme aller Anteile würde nach Angaben der slowenischen Wirtschaftszeitung “Finance” rund 390 Mio. Euro kosten.

Die Addiko Bank reagierte mit einem knappen Kommentar auf die Ankündigung. Sie nehme die Übernahmeabsicht “zur Kenntnis” und sei mit der slowenischen Bank vor der Ankündigung in Kontakt gewesen. Nach der Veröffentlichung der Angebotsunterlagen durch die NLB wolle die Addiko eine Äußerung dazu abgeben, teilte die Bank mit.

Den Slowenen dürfte das Geschäftsmodell der Addiko Bank jedenfalls gefallen. “Die NLB ist beeindruckt von der Entwicklung der Fähigkeiten der Addiko-Gruppe als spezialisierte Bank für Privatkunden sowie Klein- und mittelständischen Betriebe (KMU). Wir glauben, dass diese Fähigkeiten das universelle Bankenmodell der NLB sinnvoll ergänzen würden”, betonte der NLB-Chef Blaž Brodnjak in der Mitteilung. Die Übernahme würde der NLB-Gruppe einen größeren Geschäftsumfang in vier Ländern, in denen sie bereits präsent ist (Slowenien, Serbien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro), verschaffen sowie den Zugang zum kroatischen Markt ermöglichen, hieß es.

20 Euro je Aktie

Der Angebotspreis von 20 Euro je Aktie entspricht den Angaben von NLB zufolge einer Prämie von 22,15 Prozent auf den volumengewichteten Sechsmonatsdurchschnittskurs vor dieser Bekanntmachung. Er entspricht einer Prämie von 4,99 Prozent im Vergleich zum Börsenschlusskurs vom 15. Mai, dem letzten Handelstag vor der Ankündigung der NLB. Am Donnerstag im Frühhandel notierte die Aktie der Addiko Bank an der Wiener Börse bereits bei 20,10 Euro und einem Plus von 5,51 Prozent.

Die Addiko Bank mit Sitz in Wien ist 2015 aus den Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken hervorgegangen und notiert seit 2019 an der Wiener Börse. Das Institut ist über ihre Töchter in Kroatien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro tätig.

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