Sie forderten Bargeld: Polizisten sollen Parksündern gedroht haben | Regional


Hamburg – Kaum zu glauben, dass die Übeltäter nicht befürchtet hatten, dass ihre üble Masche bekannt werden könnte!

Wegen Betrugsverdachts ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen drei Angestellte im Hamburger Polizeidienst.

In mehreren Fällen sollen die Beschuldigten Bargeld von Autofahrern gefordert haben, die ihre Fahrzeuge unerlaubterweise an Baustellen in der Hafencity parkten.

Tatort: Baustellen in der HafenCity. Hier sollen die Polizei-Angestellte sich ihre Opfer gesucht haben

Tatort: Baustellen in der HafenCity. Hier sollen die Polizei-Angestellte sich ihre Opfer gesucht haben

Foto: Marcus Brandt/dpa

Den Ermittlungen zufolge nahmen die Polizei-Angestellten telefonisch Kontakt zu den Haltern auf und erklärten ihnen, ihr Auto müsse abgeschleppt werden. Sie könnten das aber noch abwenden, wenn sie eine bestimmte Summe in bar zahlten.

Wie Oberstaatsanwältin Liddy Oechtering am Donnerstag sagte, wurden in der vergangenen Woche die Wohnungen der Beschuldigten durchsucht.

Ausländische Handwerker abgezockt

Betroffen gewesen seien zumeist ausländische Handwerker, die auf den Baustellen in Hamburg arbeiteten. In mindestens zwei Fällen hätten die Autobesitzer den Grund für das Abstellen ihres Wagens auf Zetteln an der Windschutzscheibe erklärt und darauf auch ihre Telefonnummern hinterlassen.

Polizei-Angestellte forderten 300 Euro von ihren Opfern

Dann hätten sie den geforderten Betrag von jeweils rund 300 Euro gezahlt. Wie der Betrug aufflog, konnte die Staatsanwältin nicht sagen.

Die Hamburger Polizei begann unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe mit einer arbeitsrechtlichen Prüfung und stellte die drei Beschuldigten vom Dienst frei.

Bei schwerwiegenden Verstößen könne eine außerordentliche Kündigung erfolgen, erklärte ein Polizeisprecher. Bei den Beschuldigten handelt es sich um keine Beamten.

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