Robert Habeck bei den „German Startup Awards“ : Wirtschafts-Größen feiern die Oscars der Gründer | Geld


Ein Preis für die Zukunft!

500 Gäste aus Wirtschaft und Politik haben sich am Donnerstagabend in Berlin zur großen Gala versammelt, um bei den „German Startup Awards“ Gründer, Investoren und Newcomer der Branche zu ehren.

Großes Thema des Abends im Tipi am Kanzleramt: Endlich wieder mit mehr Optimismus auf die deutsche Wirtschaft blicken und dem Abgesang entgegenstehen.

Vizekanzler Robert Habeck (54, Grüne) hielt die Eröffnungsrede: „Ich möchte betonen, wie wichtig Toleranz und Standorttreue sind – nicht nur gegenüber den Menschen, die wir kennen, sondern auch gegenüber denen, die wir nicht kennen. Wir müssen offen und fortschrittlich denken, ohne engstirnig dumpf oder nationalistisch dumm zu sein.“

Habeck gab zu: „Es war für die gesamte deutsche Wirtschaft eine harte Zeit. Der Druck ist wirklich hoch.“ Doch Startups würden mit diesem Druck anders umgehen: „Ihr trefft die Entscheidung, daran zu glauben, dass es gut ausgehen kann.“

Unternehmerin Verena Pausder (45), Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Deutsche Startups, sagte deutlich: „Wir werden ein klares Zeichen gegen die AfD setzen. Denn unsere Startup-Szene mit ihrem hohen Anteil an Migrant Founders und Menschen aus der ganzen Welt, die in unseren Startups arbeiten, ist der beste Beweis dafür, dass Vielfalt und Diversität das ist, was uns stark macht und dass wir eine rechtsradikale Partei wie die AfD ohne Wenn und Aber ablehnen.“

Unternehmerin und Finanz-Influencerin Diana zur Löwen bei den „German Startup Awards“

Unternehmerin und Finanz-Influencerin Diana zur Löwen bei den „German Startup Awards“

Foto: David Heerde

Außerdem sagte Pausder: „Wir haben eine Verantwortung, gerade jetzt, wenn andere an der Zukunftsfähigkeit unseres Landes zweifeln, in die Führung zu gehen.“ Keine andere Branche werde in den nächsten zehn Jahren so viele Arbeitsplätze in Deutschland schaffen und so viel Innovation treiben wie die Startup-Branche, betonte Pausder. „Und keine Branche wird mehr Hoffnung geben können, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland eben doch noch wettbewerbsfähig ist und wir Weltklasse Made in Germany weiterhin können.“

Robert Habeck betonte, die Bedeutung von Startups nehme weiter erheblich zu

Robert Habeck betonte, die Bedeutung von Startups nehme weiter erheblich zu

Foto: David Heerde

Bei den Awards wurden Investoren, Gründer und Newcomer des Jahres geehrt.

• Newcomerin des Jahres wurde Angela Moreira Borralho Relógio, Gründerin von Time Teller, einem Startup, das Krebspatienten mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen unterstützt.

• Newcomer des Jahres wurde Ish Dhad von QC Design für seine „Pionierarbeit bei der Entwicklung leistungsfähiger Quantencomputer“.

Schwimmweltmeisterin Franziska van Almsick (l.) mit der „Newcomerin des Jahres“: Angela Moreira Borralho Relógio, Founder & CEO von TimeTeller

Schwimmweltmeisterin Franziska van Almsick (l.) mit der „Newcomerin des Jahres“: Angela Moreira Borralho Relógio, Founder & CEO von TimeTeller

Foto: David Heerde

Gründerin des Jahres wurde Kristina Lunz, die mit nur 23 Jahren ein Startup ins Leben gerufen hat, das mithilfe Künstlicher Intelligenz die Kollision von Satelliten verhindert. Gründer des Jahres wurden ausnahmsweise gleich zwei: Nils Aldag, CEO von Sunfire, einem weltweit führenden Elektrolyse-Unternehmen. Sein Wasserstoff-Startup hat es sich zur Aufgabe gemacht, fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Zweiter Gewinner ist Jonas Andrulis mit seinem KI-Überflieger Aleph Alpha.

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