Psychiatrie-Primar: – „Mobile Teams fahren hinaus und entlasten Klinik“



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Neben einer Bauoffensive von fast 50 Millionen Euro und mehr Platz für seine Abteilung für Psychiatrie an den Landeskliniken sieht Prof. Wolfgang Aichhorn auch die mobilen Klinik-Teams, die zu Hause helfen, als wichtiges Zukunftsprojekt. 

Wo gibt es im Moment Versorgungsengpässe?Wir können derzeit eine Vollversorgung garantieren. Auf teils längere Wartezeiten bei niedergelassenen Fachärzten haben wir mit dem Ausbau unserer Ambulanz reagiert und können so die Zeit bis zum Facharzttermin überbrücken. Mobile Klinik-Teams fahren auch nach Hause. Wem wird so geholfen?Die Versorgung kann in Zukunft kann nur so gelingen. Wir decken mit der integrierten Versorgung (IVS) gemeinsam mit einem Team in Schwarzach das ganze Bundesland ab und entlasten damit die Spitäler. Besucht werden vor allem Patienten, die schon mehrmals aufgenommen wurden und immer wieder vor großen Problemen stehen. Die Aufnahme von Schwerkranken wird um bis zu 80 Prozent reduziert. Es findet außerdem in diesem Bereich auch sehr viel Wissenstransfer mit Pflegeeinrichtungen statt. Die reine Bettenanzahl einer Klinik ist heute nicht mehr das wichtigste Kriterium.Welche Krankheitsbilder nehmen zu?Der alternde Mensch mit mehreren Erkrankungen von Diabetes bis Depression wird uns immer mehr beschäftigen. Rund 20 Prozent unserer Patienten sind heute schon über 70 Jahre alt. Kann es zu Situationen kommen, wo Sie Patienten abweisen müssen?Akut wird in der Klinik kein Patient abgewiesen. Wartezeiten gibt es nur in Therapiebereichen. Dies ist aber in allen Kliniken so üblich. Aufnahmen erfolgen geplant nach einem Indikationsgespräch. Wenn notwendig wird die Wartezeit über die Ambulanz überbrückt. Haben Sie noch weitere Wünsche an die Politik?Für die CDK ist ein Entwicklungsplan in Ausarbeitung. Wir benötigen noch Räumlichkeiten für die Ergo- und Physiotherapie.

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