NFL-Spiele in Deutschland: Die Fans haben Besseres als das verdient! | Sport


Stellen Sie sich vor, die DFL möchte Werbung machen und setzt ein Bundesligaspiel im Ausland an. Welche Vereine würde die Liga schicken? Darmstadt und Bochum? Bei allem Respekt: Es würde schillerndere Werbebotschafter geben. Im Football ist aber genau das jetzt passiert …

Die NFL schickt zwei Keller-Teams ohne große Stars zum Deutschland-Spiel 2024!

Am 10. November werden in München die Carolina Panthers gegen die New York Giants spielen. Die Panthers (2 Siege/15 Pleiten) waren vergangene Saison das schlechteste Team der Liga. Und auch die Giants (6 Siege / 11 Pleiten) schauten freiwillig wohl nur eingefleischte Fans an.

Deutsche NFL-Fans hätten Besseres verdient. Denn sie haben in den letzten Jahren immer geliefert!

► 2022 feierten 70.000 Fans in München beim 21:16 der Tampa Bay Buccaneers gegen die Seattle Seahawks eine rauschende Party. Selbst Legende Tom Brady (46) schwärmte danach von den Fan-Gesängen: „Das war episch. Jeder, der hier war, hat für den Rest des Lebens unfassbare Erinnerungen.“

► 2023 bekam Deutschland sogar zwei Spiele, weil Mexiko seine Partie wegen Umbauarbeiten im Aztekenstadion abgeben musste. In Frankfurt gab’s das Duell des Super-Bowl-Siegers Kansas City Chiefs (mit Megastar Patrick Mahomes) gegen die Miami Dolphins – Mahomes siegten 21:14.

Die Frankfurter Arena war 2023 zu beiden NFL-Spielen blitzschnell ausverkauft – und die Stimmung begeisterte sogar die größten NFL-Stars

Die Frankfurter Arena war 2023 zu beiden NFL-Spielen blitzschnell ausverkauft – und die Stimmung begeisterte sogar die größten NFL-Stars

Foto: WITTERS

Laut seines Trainers Andy Reid (65) dank der deutschen Fans! Reid: „Die Zuschauer waren unglaublich. Die Fans haben uns das Spiel gewonnen!“

► Und selbst beim zweiten Frankfurt-Spiel 2023, einem quälend langweiligen 6:10 (im Football fast wie ein 0:0 im Fußball) der Indianapolis Colts gegen die New England Patriots, gab’s volle Hütte und Riesen-Jubel über jede auch nur halbwegs gelungene Aktion.

Ausverkaufte Stadien und jeweils zigtausende Fans in NFL-Trikots, die für überragende Stimmung sorgten. Die Deutschland-Spiele hätte sich kein Marketing-Manager in der NFL-Zentrale in New York schöner ausmalen können. Als Dank gibt es dieses Jahr trotzdem nur Football-Magerkost.

Warum?

Spiele in Europa sind für die NFL-Teams und die Spielplanmacher schwierig. Reisestress, Zeitverschiebung, logistischer Aufwand, der Verzicht auf ein Heimspiel – da schreit nicht jedes Top-Team sofort: „Ja, ich will“ Aber: Mit São Paulo (Green Bay Packers und Philadelphia Eagels), London (Minnesota Vikings, Jacksonville Jaguars, Chicago Bears und New England Patriots) haben die beiden anderen Standorte für Auslandsspiele in 2024 die deutlich besseren Teams erwischt.

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Teaser-Bild

Quelle: BILD

Deutschlands NFL-Boss Dr. Alexander Steinforth preist die Paarung logischerweise trotzdem an: „Die wachsende Zahl an NFL Fans darf sich auch im dritten Jahr in Folge auf hervorragenden Football und Entertainment freuen.“ Was soll er auch sonst sagen? Der Deutschland-Manager kann den Fans auch nur das verkaufen, was die Liga-Bosse in den USA zu uns schicken. Nur dort fällt die Entscheidung. Nicht in Steinforths Büro in Düsseldorf.

Wirklich treffen würde es die NFL nur, wenn die große Party diesmal ausbleibt und der Vorverkauf zumindest weniger rasant verläuft, als die letzten beiden Jahre. Das würde man auch in den USA sehr genau registrieren.

Dr. Alexander Steinforth ist der NFL-Chef für Deutschland. In diesem Jahr kann deutsche Fans nicht mit einem Kracher-Spiel verwöhnen

Dr. Alexander Steinforth ist der NFL-Chef für Deutschland. In diesem Jahr kann deutsche Fans nicht mit einem Kracher-Spiel verwöhnen

Foto: Maximilian Haupt/dpa

Wahrscheinlicher ist es aber, dass die deutschen NFL-Fans die teuren Tickets (ab Sommer für 75 bis 230 Euro im Verkauf) wieder innerhalb von wenigen Stunden aufkaufen und den beiden Keller-Teams eine Stimmung bieten, von denen die Spieler wieder lange schwärmen werden.

2025 sollten Deutschland (dann erneut in Frankfurt) aber wieder eine Top-Partie bekommen – und nicht wie ein Standort zweiter Klasse behandelt werden!

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