Neue Wasserleitung – Warum die Obere Lobau jetzt geflutet wird



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Eine neue Zuleitung aus der Donau soll das Ökoparadies im Osten Wiens jetzt vor der Austrocknung retten. Aber wie geht es mit der Unteren Lobau weiter?

Der Name Lobau bedeutet übersetzt eigentlich Wasserwald. Doch davon gibt es in der faszinierenden Auenlandschaft in den letzten Jahren immer weniger – wir berichteten.Um eine Austrocknung zu verhindern und die vielfältige Flora und Fauna im letzten „Dschungel“ Wiens zu erhalten, war daher zusätzliches Wasser notwendig. Durch die neue und bisher größte Zuleitung über die Neue Donau werden seit Montagfrüh bis zu 1500 Liter Wasser pro Sekunde einfließen. Mit diesem zusätzlichen Wasser über die Panozzalacke sollen – gemeinsam mit der bestehenden Dotation über das Mühlwasser – große Teile der Oberen Lobau erreicht und mit ausreichenden Wassermengen gesichert werden. Außerdem sei mit einer Verbesserung der Wasserqualität in der sehr nährstoffreichen Panozzalacke zu rechnen.Stadträtin Ulli Sima, Donaustadt Bezirkschef Ernst Nevrivy, Klubvorsitzender Joe Taucher (alle SPÖ) und MA-45-Chef Gerald Löw nahmen die neue Leitung Montagfrüh gemeinsam in Betrieb.Untere Lobau bleibt in akuter GefahrWährend die Obere Lobau nun gerettet scheint, bleibt die Zukunft der Unteren Lobau, eines der Kerngebiete des Nationalparks Donau-Auen, weiterhin düster. Kritik daran kommt auch von Öko-Urgestein Helmut Belanyecz: „Heute gibt es nur mehr knapp 5 Prozent Wasseranteil. Früher waren es 30 Prozent. Die Lobau darf nicht sterben!“ Er hält die neue Maßnahme für wenig sinnvoll. Stadträtin Ulli Sima lässt die Kritik nicht gelten und betont, dass die neue Wasserleitung auch der Unteren Lobau zugutekommt.

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