Mecklenburg-Vorpommern: Waldbrand auf Truppenübungsplatz bei Lübtheen | Regional


Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) – Löste ein gerissenes Stromkabel den Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz aus?

Bei Lübtheen im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist am Mittwochnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Einsatzkräfte der Feuerwehr hätten am Donnerstagmorgen noch mit einem etwa drei Hektar großen Brandherd zu kämpfen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Für die Anwohner besteht jedoch keine Gefahr mehr.

Das Gelände sei sehr unwegsam und schlecht zu erreichen, deshalb werde das Feuer zunächst mit einem Ring aus Wasser davon abgehalten, sich auszubreiten, so die Sprecherin. Zeitweise standen laut Kreiswehrführer Uwe Pulss zehn Hektar des mit alter Munition belasteten Geländes zwischen Jessenitz-Werk und Jessenitz in Flammen.

Zeitweise waren rund 140 Retter im Einsatz

Zeitweise waren rund 140 Retter im Einsatz

Foto: JOTO

Löschhubschrauber im Einsatz

Ursache für das Feuer soll ein gerissenes Stromkabel sein. Durch den Wind und den trockenen Waldboden konnten Funken das Feuer entfachen. Der Energieversorger habe aus Sicherheitsgründen noch am Mittwoch den Strom abgestellt. Zeitweise waren rund 140 Feuerwehrleute und ein Hubschrauber im Löscheinsatz. 

Dass das Feuer sich nicht weiter ausbreiten konnte, war auch dem Wind zu verdanken. Der sei mild und die Windrichtung günstig gewesen. Außerdem sei das Feuer eingekesselt und aus einem geschützten Bereich gelöscht worden.

Der ehemalige Truppenübungsplatz ist schwer munitionsbelastet

Der ehemalige Truppenübungsplatz ist schwer munitionsbelastet

Foto: JOTO

2019 kam es im Lübtheen zum Großbrand

Das einstige Militärgelände bei Lübtheen ist schwer munitionsbelastet. Immer wieder hat es in den vergangenen Jahren auf dem Gelände verheerende Waldbrände gegeben.

▶ Etwa im Sommer 2019 hatte sich über die Jahre freigelegte Munition vermutlich selbst entzündet und ein Feuer verursacht, das fast 1000 Hektar Wald erfasste. Es war der bisher größte Waldbrand der Landesgeschichte.

▶ Im vergangenen Juni standen rund 100 Hektar Fläche in Flammen. Damals mussten zahlreiche Anwohner ihre Häuser zum Schutz vor dem Flammen verlassen. Das Feuer war im Juni 2023 nur rund 800 Meter von den Häusern entfernt.

Erklärgrafik: Achtung, Waldbrandgefahr! Wie verhindere ich einen Waldbrand? – Infografik

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