Grünheide stimmt für Tesla-Erweiterung | Regional



5,w=120,c=0.bild

Grünheide – Teslas Autofabrik in Grünheide darf vergrößert werden.

Mit 11 zu 6 Stimmen beschlossen die Gemeindevertreter unter Polizeischutz den umstrittenen Bebauungsplan für einen Werksbahnhof – trotz Drohungen und Beschimpfungen in der öffentlichen Sitzung sowie massiven Protesten in den vergangenen Tagen.

Aber: Nach Kritik aus der Bevölkerung soll für die Tesla-Erweiterung weniger Wald abgeholzt werden als ursprünglich vorgesehen. Das Unternehmen will sein Gelände um einen Güterbahnhof und Logistikflächen erweitern. Umweltaktivisten protestierten gegen die Pläne.

Die Gemeinde erwartet mit dem Ausbau eine Verkehrsentlastung für Grünheide. Umweltbündnisse sehen dagegen Umweltrisiken und forderten die Gemeindevertreter auf, gegen eine Erweiterung zu stimmen. Die Tesla-Gegner kündigten weitere Proteste gegen das einzige europäische Autowerk von Firmenchef Elon Musk an.

Bürger gegen Tesla-Ausbau

Hunderte Umweltaktivistinnen und Aktivisten hatten in der vergangenen Woche in Grünheide vor Umweltgefahren gewarnt und gegen eine Erweiterung protestiert. Das Bündnis „Tesla den Hahn abdrehen“ und die Initiative „Tesla stoppen“ kündigte weitere Aktionen an. Ein Ende Februar aufgebautes Protestcamp mit Baumhäusern am Rande der Tesla-Fabrik müssen die Umweltaktivisten nach einer Gerichtsentscheidung vorerst nicht räumen.

Fast zwei Drittel der Bürger von Grünheide hatten die bisherigen Erweiterungspläne des Autoherstellers bei einer Befragung im Februar abgelehnt. Das Votum der Bürger war allerdings nicht bindend.

Leave a Reply

Scroll to Top