Förderwerkstätten – Lohn statt Taschengeld: Land sieht offene Fragen



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In Kärnten tagen ab heute die Sozialreferenten der Bundesländer. Ein Thema wird das Projekt „Lohn statt Taschengeld“ des Bundes sein. Konkret geht es um Menschen mit Behinderungen, die in Tages- und Beschäftigungsstrukturen tätig sind. Burgenlands Soziallandesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) sieht aber noch offene Fragen.

Im Burgenland sind 800 Personen davon betroffen. Sie erhalten für ihre Arbeit kein Gehalt, sondern ein Taschengeld von 100 Euro pro Monat und sind bei ihren Eltern mitversichert oder abgesichert. Der Bund will nun den vollen Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen. Ihre Tätigkeit soll zu einem regulären Beschäftigungsverhältnis werden, inklusive Sozialversicherung. Soziallandesrat Schneemann zeigt sich skeptisch: „Es gibt noch zu viele offene Fragen“. Man wisse nicht, wie es mit der sozialrechtlichen Absicherung aussieht, was es arbeitsrechtlich bedeute oder welche Leistungen weiterhin in Anspruch genommen werden könnten. Fehlen würden auch klare Finanzierungsrichtlinien des Bundes.„Hier braucht es dringend Antworten, dann können wir weiterreden“, so Schneemann. Er verwies auf ein funktionierendes System im Burgenland, das durch das neue Chancengleichheitsgesetz noch verbessert worden sei. „Bestehende Leistungen wurden zum Teil überarbeitet und optimiert“, meint der Landesrat. Das Budget sei zudem um 10 Millionen Euro auf 80 Millionen Euro erhöht worden.

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