Direktor im Gespräch – So läuft es am Tag nach Bombendrohung an Schule



full

Nach der aufsehenerregenden Bombendrohung gegen das Akademische Gymnasium am Mittwoch in Linz war an der Schule am Donnerstag beinahe schon wieder Alltag eingekehrt. Eine Psychologin stand den Jugendlichen zur Verfügung. Der Bombendroher konnte noch nicht ausgeforscht werden. Die Kosten des Polizei-Einsatzes werden ihm in Rechnung gestellt. 

Nicht alle 420 Schüler haben am Donnerstag wieder am Unterricht im Akademischen Gymnasium auf der Spittelwiese in Linz teilgenommen. „Es fehlen heute ein paar mehr als sonst“, sagt Direktor Gerhard Breuer (46) im „Krone“-Gespräch. Manche Eltern wollten aus Sicherheitsüberlegungen ihre Kinder vorerst noch nicht wieder zur Schule schicken.Latein-Matura in anderem GymnasiumDie für Donnerstag geplante Latein-Matura konnte, wenn auch in organisatorisch leicht abgeänderter Form, aber durchgeführt werden. „Elf Schüler haben die Zentralmatura im Fadingergymnasium mitgeschrieben. Das ist bereits am Mittwoch so geplant worden, weil nicht absehbar war, ob unser Gymnasium heute wieder geöffnet wird“, erklärt Breuer.  Auf die Weise sollte verhindert werden, dass die Betroffenen ihre Latein-Matura erst im Herbst machen können.Für alle Schüler stand im Akademischen Gymnasium auch eine Schulpsychologin zur Verfügung. „Es hätte auch noch die Möglichkeit gegeben, die Krisenhilfe des Landes beizuziehen, doch das war nicht notwendig“, betont der Direktor. Die meisten Jugendlichen hatten den aufregenden Zwischenfall am Vortag gut überstanden. „Die Schüler und wir alle sind jetzt natürlich sehr daran interessiert, dass der Bombendroher ausgeforscht wird. Dass dieser aus unserer Schule stammen könnte, kann ich mir aber nicht vorstellen.“Kosten für PolizeieinsatzDie Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren. Der Droher konnte bisher noch nicht ausgeforscht werden. Gelingt das, warten auf ihn vermutlich gewaltige Kostenforderungen der Exekutive. Allein für den Personaleinsatz werden 28.000 Euro berechnet. Dazu kommen noch die Kosten des Hubschrauberfluges für den taktischen Bombenentschärfer, der aus Wiener Neustadt eingeflogen wurde. Dabei dürfte es sich noch einmal um mehrere tausend Euro handeln. Und auch die Umsatzeinbußen der von der mehrstündigen Straßensperre betroffenen Geschäfte könnten ihm in Rechnung gestellt werden. 

Leave a Reply

Scroll to Top