Der Hype um Vali Höll prägt den Weltcup in Leogang



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Die Saalbacherin Downhill-Königin und Andreas Kolb verteidigen ihre Heimsiege.

Aller guten Dinge sind zwei bei Vali Höll: Sie ist Doppelweltmeisterin, Doppel-Gesamtweltcupsiegerin und zweifache Salzburger Sportlerin des Jahres. “Die Leonidas-Gala war ein Highlight für mich”, sagt die Königin des Mountainbike-Downhill. “Der goldene Löwe hat in meiner Innsbrucker Wohnung einen Platz direkt neben dem vom Vorjahr erhalten.”

Neues Material für Höll

Nach dem Gesetz der Serie müsste die 22-jährige Saalbacherin heuer auch das Heimsieg-Double beim Weltcup in Leogang (7. bis 9. Juni) einfahren. Der Triumph 2023 ließ viele Enttäuschungen und Schmerzen der Vergangenheit in den Hintergrund treten. Entsprechend gelöst kommt sie heuer zum Heimspiel, das nun keine Bürde mehr darstellt, sondern Spaß: “Da sind alle meine Fans und Freunde da, man kennt jeden Liftler beim Namen.” Neu ist ihr Material, nach dem Teamwechsel erforderte der Umstieg von einem Alu- auf ein Carbon-Rad gewisse Umstellungen. Dass das gelungen ist, bewies Höll mit dem Auftaktsieg in Fort William (GBR). Vor Leogang steigt dieses Wochenende noch der Weltcup in Polen.

Begeisterung wie beim Ski-Weltcup

Bei der Rückkehr nach Leogang wird heuer ein regelrechter Höll-Hype herrschen. “Es war schon im Vorjahr eine Stimmung, wie man sie hierzulande nur von Ski-Weltcuprennen kennt”, sagt Veranstalter Marco Pointner. Die Gratis-Anreise mit Öffis ist bei dem zu erwartenden Fan-Ansturm sicher keine schlechte Wahl.

Mitverantwortlich für diesen Ansturm ist Andreas Kolb. Der Schladminger machte im Vorjahr mit seinem ersten Weltcupsieg einen österreichischen Feiertag perfekt, später hängte er noch WM-Silber an. “Leogang ist sowieso der coolste Stop im Weltcup, mit dem Sieg ist für mich dort auch ein Riesentraum in Erfüllung gegangen”, erinnert er sich gern zurück.

Österreichs Radverbandspräsident Harald Mayer sieht Mountainbiken augenzwinkernd bereits als “das neue Skifahren”. Im Pinzgau ist es ein Miteinander, am Weltcupwochenende werden etwa Ski-WM-Tickets für Saalbach verlost. Außerdem wird der WM-Schauplatz im Nachbartal bei der zweiten Weltcupdisziplin, dem 70 Kilometer langen Enduro, angesteuert. Verzichten müssen die Fans diesmal aufs Cross Country, mit Vizeeuropameisterin Mona Mitterwallner sowie Laura Stigger ebenfalls von starken heimischen Bikerinnen geprägt. In dem wegen Olympia umgebauten Kalender war für Leogang diesmal kein Platz mehr.

Alle Infos: www.mtb-weltcup.at

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