Aus bei Red Bull – Adrian Newey gesteht: „Das war fast ein Schock“



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Neben dem Premierensieg von Lando Norris war es die Nachricht in Miami: Adrian Newey verlässt Red Bull Racing mit Saisonende. Dass die Meldung solch enorme mediale Wellen auslösen würde, hätte der Stardesigner selbst nicht für möglich gehalten, er sei fast schockiert gewesen. 

„Wenn du mich vor fünfzehn Jahren gefragt hättest: Wirst du im Alter von 65 Jahren nochmals einen neuen Job annehmen, um dich weitere vier oder fünf Jahre voll reinzuhängen? Dann hätte ich gesagt: Seid ihr verrückt oder was?“, schilderte Newey in einem Interview mit Eddie Jordan. „Es war mein Traum, im Rennsport als Designer zu arbeiten. Ich darf mich glücklich schätzen, dass ich diesen Traum verwirklichen konnte. Jeder Tag war ein Geschenk. Ich liebe meine Arbeit.“Wie Forest GumpDennoch hätten die letzten Jahre ihre Spuren hinterlassen, der Brite sei erschöpft. „Ich brauche Urlaub – wie Forrest Gump nach seinem langen Lauf. Ich fühle mich ein klein wenig müde im Moment. Aber an einem gewissen Punkt versuche ich es vielleicht neu“, hält der 65-Jährige seine Zukunft offen.Die Tage nach der Bekanntgabe der Trennung von den Bullen verliefen jedenfalls äußerst turbulent, wie Newey verriet: „Das Wochenende von Miami war seltsam. Ich war in Florida, und ich saß auch am Kommandostand für strategische Fragen. Aber ich war in Entscheidungen von Ingenieurs-Seite nicht mehr eingebunden und nahm auch nicht an den entsprechenden Sitzungen teil:“Er habe eher das Gefühl gehabt, von einem Medientermin zum nächsten zu eilen, anstatt sich auf seinen eigentlichen Job konzentrieren zu können. „Ich hätte nie im Leben geglaubt, dass meine Entscheidung eine so enorme Geschichte werden würde, ich hatte das vielleicht nicht in diesem Ausmaß bedacht. So präsent zu sein in Zeitungen und im Fernsehen, das war fast wie ein Schock.“

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