Auf dem Weg zur grünen Matura: Jungjägerkurs vermittelt Naturerlebnis


18 Jungjäger und zehn Jungjägerinnen legen in zwei Wochen die grüne Matura ab. Im Jungjägerkurs in Sprinzenstein bereiten sich angehende Waidkameraden auf die Jagdprüfung vor. Sebastian Köppl vermittelt als Kursleiter mit seinem Team umfassendes Wissen über die Natur, die Wildtiere und die Abläufe im Wechsel der Jahreszeiten: “Viele glauben, bei uns geht es in erster Linie ums Schießen, das nimmt aber nur einen kleinen Teil der Ausbildung ein”, erklärt er: “Es geht um ökologische Zusammenhänge und das Zusammenspiel von Forst- und Landwirtschaft.”

Naturerlebnis im Vordergrund

Auch die Entscheidung, Jäger zu werden, habe sehr viel mit dem Naturerlebnis zu tun: “Wir sehen bei unseren Teilnehmern viele, die einen Ausgleich suchen und sich mit der Natur beschäftigen wollen. Da ist die Jagd eine ideale Berufung”, sagt Köppl. So drückt auch das Vater-Tochter-Gespann Klaus und Leyjana Mayrhofer gemeinsam die Schulbank im wohl schönsten jagdlichen Kursraum des Landes: “Meine Frau ist schon Jägerin, und jetzt wollten wir nachziehen. Außerdem lernt es sich gemeinsam leichter.” Klar müsse man viel Zeit investieren; wenn man interessiert sei, lerne man aber viel Neues: “Es ist sehr umfangreich. Der Hauptteil befasst sich natürlich mit der Wildtierkunde. Aber man lernt über den Wald, die Ökologie und auch viel über Umwelt- und Naturschutz”, erzählen die beiden. Die verbleibende Zeit bis zur Prüfung nutzen die Mayrhofers und ihre Kurskollegen zum Vertiefen des Stoffes. Während Klaus noch Lernstunden in der Wildkunde einlegen will, büffelt Leyjana Mayrhofer noch Jagdrecht und Waffenkunde. Auch Karolin Tumfart fiebert der Jagdprüfung entgegen: “Ich wollte mich einfach in der Natur und im Wald besser auskennen, um meinem achtjährigen Sohn die Zusammenhänge näherbringen zu können”, sagt sie. Den Kurs in Sprinzenstein genieße sie sehr: “Es sind schon echte Freundschaften entstanden, und mittlerweile geht man mit einem anderen Blick durch den Wald.” Ganz ohne Schießen funktioniert das Waidwerk freilich nicht, weshalb auch die Waffenhandhabung geübt werden will: “Die Teilnehmer müssen im Kugelschießen ebenso sattelfest sein wie im Tontaubenschießen”, erklärt Köppl. Treffsicherheit ist Voraussetzung für das Bestehen des Kurses.

Wildbret richtig verarbeiten

Natürlich endet die Ausbildung nicht beim Erlegen des Wildes. Wildbret sei ein hochwertiges und gesundes Lebensmittel. Es richtig zu verarbeiten, gehört zum jagdlichen Handwerk. In der Wildkammer zeigt deshalb der erfahrene Jäger Franz Leitner den Teilnehmern, wie man Wildbret richtig aufbereitet. Nach derart guter Vorbereitung bleibt nur, den Teilnehmern für die Prüfung ein kräftiges Waidmannsheil zu wünschen.

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