Anschlagspläne des IS – Fußball-EM: Österreicher helfen bei Terrorschutz



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Die Freude über Qualifikation des österreichischen Fußball-Nationalteams für die Europameisterschaft in Deutschland wird von Anschlagsplänen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) überschattet.

Wenn unser Nationalteam am 17. Juni vor mehr als 50.000 Fans in Düsseldorf Frankreich fordert, werden die Augen nicht nur auf Stars wie Marko Arnautovic oder Kylian Mbappé gerichtet sein. Denn die Terrorgefahr hat, wie schon bei den Turnieren in Frankreich 2016 und jener in ganz Europa 2021, den Kontinent fest im Griff.IS-Ableger Khorasan „fanatischer als Taliban“ Grund: In einem Propagandamagazin der Terrororganisation IS namens „Die Stimme von Khorasan“ erschien vor Tagen eine Fotomontage. Sie zeigt einen Kämpfer, der bewaffnet in einem Stadion steht. „Wo möchtest du?“, lautet die Frage, die darauf gestellt wird. Mit „Dann schieße das letzte Tor“ sollen Anhänger des IS-Ablegers, der als „fanatischer als die Taliban“ gilt und dem ein Anschlag auf eine Konzerthalle bei Moskau mit mehr als 140 Toten zugerechnet wird, motiviert werden.Als Ziele werden mit Berlin, München und Dortmund drei Austragungsorte genannt. Auch Österreich spielt – am 21. Juni gegen Polen und am 25. Juni gegen die Niederlande – jeweils in Berlin. Und wird dort von rund 20.000 heimischen Fans begleitet, wie es in einer Pressekonferenz zur „Taskforce UEFA EURO 2024“ mit Innenminister Gerhard Karner am Montag hieß.Vorerst gilt Terrorwarnstufe 4 von 5Die Taskforce spiele auch wegen der Erfahrungen durch die Heim-EM 2008 in der Vorbereitung eine wichtige Rolle. Da man Transitland für Fans aus anderen Ländern ist, werden Grenz- und Flughafenkontrollen intensiviert und Schengen gekippt. Vorerst gilt Terrorwarnstufe 4 von 5.80 Public Viewings wurden im Land gemeldet – Tendenz stark steigend. Diese werden wohl nicht ohne verstärkte Polizeipräsenz und Kontrollen vonstattengehen können.Anschläge mit Drohnen und Autos sind SzenarienIn Deutschland werden 25 Polizisten aus Österreichfür den Schutz von Fans und Mannschaft bereitstehen – ein Beamter begleitet das Team fast rund um die Uhr.Generell spricht man von „erhöhter Gefahr ohne konkreten Hinweis“. Österreichs Spiele gelten als „wenig gefährdet“. Dennoch bereite man sich auf Anschläge – etwa mit Drohnen, die Sprengstoff abwerfen – oder durch Fahrzeuge, vor.Ganz auf den Kontakt zu ihren Stars müssen die Fans aber nicht verzichten. Zwar wird das EM-Quartier, das Schlosshotel Berlin, abgeriegelt. Öffentliche Trainings gibt es aber sehr wohl – die Termine werden noch bekannt gegeben.

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